Eines der bekanntesten Lieder der Beatles bringt es auf den Punkt:
„All you need is love“ – du brauchst nur Liebe. Genauso ist Liebe einer der zentralen christlichen Begriffe. Doch sobald man mehrmals davon spricht, regen sich Gegenstimmen:
Halt! Was ist denn mit Gerechtigkeit? Mit Gottes Gericht? Brauchen wir wirklich nur die Liebe? Irgendwann ist sie doch sicher auch am Ende.

Was ist Liebe?

Auch die aktuellen Musiker-Kollegen der Beatles betonen die Liebe. Ohne sie geht nichts. Weder in der Musik, noch in Hollywood und seinen Filmen. Ohne Liebe würde davon nicht viel übrig bleiben. Dasselbe gilt für Literatur. Ob aktuell oder antik – ohne die Liebe wäre kaum ein Blatt Papier beschrieben worden. Natürlich geht es dabei nicht unbedingt um „göttliche“ Liebe. Doch das tut es sogar in der Bibel: Auch hier reicht das Spektrum der Liebe von Freundschaft über Sexualität bis hin zu selbstloser Liebe. Manchmal wirkt die Liebe schon sehr klischeebeladen, doch trotz aller Absonderlichkeiten dabei ist klar: Ohne Liebe ist alles nichts. Das betont auch der Apostel Paulus in seinem „Hohelied der Liebe“. Er kommt darin zum Schluss:
„Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Die Liebe aber ist das Größte.“ (1. Korintherbrief 13,13)

Ich suche Liebe

Wir alle kennen und brauchen Liebe. Sie ist Bestandteil jeder Religion – jedenfalls bis zu einem gewissen Grad. Beim Glauben an den Gott der Bibel gibt es allerdings eine Besonderheit: Liebe spielt hier keine Rolle, nicht einmal eine prominente, sie bildet geradezu den Mittelpunkt. Das merkt man, wenn man den christlichen Glauben in wenigen Worten zusammenfassen will. Gebote kommen darin vor, die Bibel ist eine wichtige Grundlage dafür, aber in erster Linie geht es weder um das eine noch um das andere. Es geht vielmehr darum, dass Gott nicht nur lieb sein kann – sein Wesen ist Liebe. Wörtlich steht in der Bibel:
Gott ist Liebe.“ (1. Johannesbrief 4,8) Und noch viel häufiger drückt die Bibel dies unterschwellig aus. Das Alte und Neue Testament gemeinsam atmen diesen Geist. Alles, was Gott ist und tut, lässt sich darauf zurückführen. Liebe ist eben nicht nur eine einmalige Handlung, sondern Ausdruck Gottes Wesens.

Gibt es zu viel Liebe?

Zu viel Liebe kann es natürlich nicht geben. Gerade weil sie Ausdruck von Gottes Wesen ist, kann es gar nicht heißen: Stopp, das war’s jetzt. Kommen wir zum Eigentlichen … Die Liebe ist – und bleibt! – das Eigentliche. Die Bibel beschreibt Gott aus vielen verschiedenen Perspektiven, sie zeigt ihn als Retter, Richter, Held, Vater, ja sogar als Mutter. Diese Eigenschaften zeigen einzelne Seiten Gottes, die uns helfen, ihn besser zu verstehen. Aber sie sind nicht Gottes Wesen. Deutlich wird dies zum Beispiel am Zorn. Gott kann zornig sein. Er explodiert zwar nicht einfach oder verliert die Kontrolle, wie wir manchmal, doch er kann zornig reagieren.
Trotzdem wird er nirgendwo als „Zorn in Person“ beschrieben. So wird der Unterschied deutlich, oder? Wir können nicht einfach Eigenschaften Gottes weglassen, weil sie uns nicht modern oder unpopulär erscheinen. Vielmehr können wir Gottes Eigenschaften als das begreifen, was sie sind: als Ausprägungen seiner Liebe. Alle Eigenschaften und Bilder Gottes illustrieren lediglich das, was sein eigentliches Wesen ist: Liebe. Manchmal ist es dran, über Gottes Zorn zu sprechen. Aber nie bedeutet das, dass Gottes Liebe jetzt am Ende wäre und aufhören würde zu lieben. Tatsächlich sind alle Eigenschaften Gottes Ausdruck seines Wesens – und das ist Liebe. Hast du diese unendliche Liebe schon kennengelernt?

Wie du ganz persönlich in deiner Situation mehr darüber erfahren kannst, kann dir einer unserer eCoaches erklären.

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