“Glauben ist nicht wissen”

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Glauben heißt nicht wissen. So lautet das Klischee. Und es scheint erst einmal einzuleuchten. Doch stimmt die Aussage wirklich? Stehen sich Glauben und Wissen wirklich als Gegensätze gegenüber? Schließen sie sich aus?

Wo hört das Wissen auf?

Viele meinen, dass der Glaube da anfängt, wo das Wissen aufhört. Wenn du also nichts Genaues weißt, kannst du es immer noch mit bloßen Vermutungen versuchen. Du kannst dann wenigstens glauben. Auf gut Deutsch: In diesem Fall bleibt dir nur noch der irrationale, nicht nachvollziehbare Glaube. Basis dieser Meinung ist die Vorstellung, dass Wissen der exakte, experimentell gesicherte Erkenntnisstand der Naturwissenschaften ist. Glaube hingegen ist nur eine unklare Vermutung, eine Art Überzeugung, in die man sich hineinsteigert. Der Vorteil dieser Meinung ist, dass man sie plakativ und eingängig darstellen kann – doch dadurch ist sie nicht automatisch real. Glauben und Wissen hängen tatsächlich eng zusammen.
Interessanterweise haben gerade Naturwissenschaftler oft eine Brücke zwischen Glauben und Denken geschlagen. Wie Max Planck, der als Physiker unterstrich:

„Beide, Religion und Naturwissenschaft, bedürfen des Glaubens an Gott; für die eine steht Gott am Anfang, für die andere am Ende allen Denkens und Wissens.“

Wo beginnt Glaube?

Der Glaube hat auch etwas mit Erkenntnis zu tun. Er ist mehr als ein Gefühl. Er ist nicht nur ein subjektiver Eindruck. Glaube betrifft alle Sinne. Die Bibel beschreibt Glauben folgendermaßen: „Der Glaube ist der tragende Grund für das, was man hofft: Im Vertrauen zeigt sich jetzt schon, was man noch nicht sieht.“ (Hebräerbrief 11,1)
Ja, Glaube ist subjektiv. Aber das muss er auch sein, denn er ist ja eine vertrauensvolle Reaktion auf Tatsachen, die uns begegnen. Aber das macht ihn nicht nebulös oder irreal.

Ja, Glaube ist persönlich. Man kann ihn weder erben noch aufgedrückt bekommen. Doch viele Menschen haben erfahren, dass er tragfähig für ihr Leben war. Mickey wollte sich Gottes Liebe immer verdienen. Es hat lange gedauert, doch irgendwann hat er gemerkt: “Ich muss gar nichts tun. Ich brauche bloß zu glauben…”

Ja, Glaube ist einladend. Lange war es für viele Zeitgenossen von Jesus attraktiv, ihm nachzufolgen. Doch als Schwierigkeiten auftauchten, gingen etliche fort. Jesus fragte seine Freunde: „Wollt ihr auch weggehen?“ Petrus reagierte sofort: „Herr, zu wem sollten wir denn gehen? Nur deine Worte schenken ewiges Leben.“ (Johannes 6,68) Jesus hat seine Nachfolger damals eingeladen, dass sich gut überlegen sollten, ob er für sie vertrauensvoll genug war. Dasselbe tut er heute.

Was ist Glaube?

Glaube ist kein haltloses Vermuten. Er ist auch kein Schulbuchwissen. Es ist vielmehr Glaube, auf etwas (oder jemanden) Vertrauenswürdiges zu bauen. Wer sich ohne Kontrolle auf seinen Stuhl setzt, „glaubt“, dass dieser hält. Wer sich abends den Wecker stellt, „glaubt“, dass er morgens aufwachen wird. Und wer das für vertrauenswürdig hält, was er mit Jesus Christus erlebt hat, der glaubt an ihn.

Hierbei ist es sicher hilfreich, andere zu fragen: Und wie glaubst du? Was hat dich überzeugt? Wie gehst du mit Zweifeln und Fragen um? Die Webseite Gottkennen.at bietet dir die Möglichkeit, solche Fragen loszuwerden. Erfahrene Christen aus ganz Österreich stehen dir als E-Coachs gern Rede und Antwort, wenn du sie anschreiben und fragen möchtest, was ihren Glauben ausmacht. Niemand wird dich hier zu etwas überreden, was du nicht selber willst. Aber du begegnest Menschen, die von sich sagen: „Ich glaube an Gott – und ich rede gern darüber.“ Wenn du willst, dann nimm doch einfach Kontakt auf. Der Glaube an Gott, das Gespräch mit Christen ist nur einen Klick weit entfernt.

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