Was ist das Besondere am christlichen Glauben?

Nach dieser Überschrift schaut mancher bestimmt schon einmal nach unten in den Text, wann sie kommt, die lange Liste. Denn es scheint klar, wer Christ sein will, der darf nicht rauchen, fluchen, tanzen. Er darf weder einen Fernseher haben noch Sex vor der Ehe. Und Spaß haben darf er im Zweifelsfall auch nicht. Außerdem hat die Liste eine Rückseite, auf der all das steht, was man als Christ tun muss: In die Kirche gehen, nett zueinander sein und viel spenden. Wenn man das Zwanghafte und die Polemik weglässt, dann sind die meisten Punkte dieser Listen gar nicht verkehrt. Sie haben nur mit kaum etwas mit Glauben zu tun.
Das Besondere am christlichen Glauben liegt auf einer völlig anderen Ebene.

Was tut Gott?

Das Hauptanliegen der großen Religionen der Welt ist es, dass Menschen durch sie einen Weg zu Gott suchen können. Und die Initiative dafür liegt beim Menschen. Der jeweilige Gott entscheidet allerdings, wie er mit dem Menschen und seinen Anstrengungen umgeht. Als Folge bleibt die Gottesbeziehung meist bruchstückhaft, weil eine „Antwort von oben“ selten deutlich ist. Im christlichen Glauben ist dies anders: Hier ist es Gott, der mit uns in Beziehung treten möchte. Gott sucht uns. Gott kommt zu uns. Deshalb ist Jesus Christus Mensch geworden, er begegnet uns auf Augenhöhe und fragt: “Was soll ich für dich tun?”

Ist Jesus Gott?

Buddha soll der Erleuchtete gewesen sein, aber kein Gott. Mohammed soll ein Prophet gewesen sein, aber kein Gott. Dies ist symptomatisch für viele Religionen. Die meisten Religionsstifter traten einen Schritt zurück und erklärten, dass sie nur von Gott reden würden, auf ihn hinweisen. Alles andere wäre auch sehr schwierig geworden, denn ihre Umgebung kannte sie ja … Jesus dagegen behauptete von sich selbst, Gott zu sein. Er verwendete dafür andere Worte, war aber so direkt, dass seine Feinde ihn daraufhin steinigen wollten (Johannes 8,58-59). Auch Jesus war von Menschen umgeben, die ihn kannten. Und wenn sein Leben in klarem Widerspruch zu seinem Anspruch gestanden hätte, dann wären keine Steine nötig gewesen. Jesus behauptet also tatsächlich, Gott zu sein.

Hat Jesus Wunder getan?

In allen Religionen kommen Wundertaten vor. Doch bei Jesus treten sie gehäuft auf. Und es sind längst nicht nur märchenhafte Symbole: Jesus heilt Blinde, er weckt Tote auf, er stillt einen Sturm und beschafft Essen für Tausende. Kein anderer Religionsstifter hat Vergleichbares getan. Und dann fordert Jesus die Menschen um sich herum auch noch auf: „Wenn ihr mir nicht auf mein Wort hin glaubt, dann glaubt mir wegen dieser Taten.“ (Johannes 14,11)

Was passiert mit meiner Schuld?

Alle Religionen bieten eine Form von Schuldmanagement. Ihre Nachfolger müssen opfern, zahlen, sich selbst bestrafen etc. Ganz anders im christlichen Glauben: Da kommt Gott und ist bereit für unsere Schulden geradezustehen, weil wir es doch nicht hinbekommen. Nie müssen wir Gott irgendwie von unseren Qualitäten überzeugen. Nie müssen wir uns vor ihm ins rechte Licht stellen. Gott liebt uns einfach so. Ohne Punkt und Komma. Ohne Aber. Ohne Einschränkung. Und wir können einfach sagen: „Ja, das will ich.“

Max Richter hat erlebt: „Gott und ich, das war lange überhaupt kein Thema. Bis ich mitgekriegt habe: Ob es Gott gibt oder nicht, hängt nicht davon ab, ob ich mir das vorstellen kann oder nicht. Sondern entweder es gibt ihn oder nicht.”

Und Max lädt ein, diesen Gott kennenzulernen. Der Gott der Bibel ist definitiv ein besonderer Gott, genauso besonders wie der Glaube an ihn. Wer ihn auf Verbots- oder Gebotslisten reduziert, der wird ihm nicht gerecht. Wenn du ihn aber kennenlernen willst, wirst du Überraschungen erleben.

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